Tips und Informationen zum effizienten Lernen
Medizin - eine umfangreiche Angelegenheit
SLEO - Das Programm des Instituts für Sportmedizin zur ständigen internen Lehrevaluation und -optimierung
2008 hat das Institut für Sportmedizin sein Programm zur ständigen Evaluation und Optimierung der Lehre aufgelegt.
Wissenschaft und Forschung fließen, Stillstand ist unvereinbar mit diesem Anspruch. Auch die Lehre als zentraler Bestandteil der Wissenschaft ist Teil dieses Flusses. Daten erfassen, aus Ergebnissen Schlußfolgerungen ziehen, neue Abläufe entwickeln - die Lehre muß in diesen Punkten vorangehen, um ihren Studenten Wissenschaft und Forschung verständlich und glaubhaft zu machen.
Vorlesungen in der Sportmedizin sind nicht mehr personenorientiert (also auf einen Lehrenden bezogen), sondern themenorientiert, so wie auch die Lehrbücher der Medizin in der Verantwortung des Herausgebers. Die Prozess-evaluation spielt daher eine nachgeordnete Rolle. Ein Schwerpunktbereich von SLEO ist die Ergebnisevaluation mit Erfassung des Lernerfolgs durch die Faktoren Bestehensgrenze und Zahl guter Noten. Langfristig werden auch Beschäftigungsquote und durchscbnittliches Einkommen bei Berufseinsteigern einfließen. Teil von SLEO ist es, auf Basis dieser Faktoren einen kurz- und mittelfristigen Bewertungskoeffizienten für die Lehre zu entwickeln, der den Studierenden ihre Chance auf dem Arbeitsmarkt verdeutlicht. Für diesen Teil des Projekts benötigen wir die Mitarbeit unserer Studierenden, jetzt und noch lange nach Abschluß des Studiums. Statistiken über die Wahrnehmung der Präsenzangebote, über Vorbereitungszeiten für Prüfungen, über die Bewertung der Lehrinhalte, über die berufliche Entwicklung, die Vergütung - die Lehre ist hier selbst ein großes Forschungsprojekt, in dem Wissenschaftler und Studenten ganz ähnliche Rollen haben.
Prüfungen bestimmen entscheidend Art und Inhalt des Lernens. In zentraler Form müssen sie berufsfeldorientiert sein. Sie sollen sicherstellen, daß die Lehrinhalte beherrscht werden, besonders, wenn mit dieser Beherrschung wie in der Medizin Gesundheit und Wohlergehen anderer Menschen verbunden sind. Ein gutes Prüfungsergebnis ist nicht nur Qualifikation, sondern Kenngröße des Verantwor-tungsbewußseins im künftigen Beruf.
Prüfungen in der Medizin sind anspruchsvoll, da viele Fakten zu lernen und viele Beziehungen zu verstehen sind. In der Sportwissenschaft gilt dies besonders, da in Bezug auf die physiologischen Gegebenheiten und Funktionen an die Absolventen ein hoher berufsspezifischer Anspruch gestellt wird. Perfekte Kenntnis des muskulo-skelettalen Systems, der Organfunktionen und der hormonellen Regulation werden durch die Belastungsspezifika bei gesunden und kranken Menschen ergänzt. Zudem werden von den Absolventen orientierende Kenntnisse der häufigsten internistischen und orthopädisch-traumatologischen Erkrankungen und auch eine zuverlässige Notfallkompetenz erwartet.
Der Gegenstandskatalog ermöglicht den Studierenden eine klare Orientierung und gezielte Vorbereitung. Auf der Basis des Besuchs der Präsenz-veranstaltungen ist er eine elementare Hilfe für ein gutes Prüfungsergebnis.
Weitere Komponenten von SLEO sind zunehmende Praxisanteile auch im Bachelorbereich. Wo es nicht möglich ist, mit über 200 Studierenden die Praxis direkt zu üben, werden durch Praxisdemonstrationen mit Aufzeichnungen und Lifeübertragungen aus Institut und Klinik künftige Anwendungsbereiche erlebbar und so zu einer Steigerung des Lernerfolgs führen.
SLEO heißt, gemeinsam mit unseren Studenten werden wir ständig an einer Lehre der höchsten Effizienz arbeiten. Einen Schritt können wir ihnen nicht abnehmen: den Transport des Wissens von außen ins Hirn. Aber wir wollen diesen Schritt so erfolgreich wie irgend möglich machen.
Zur Vorlesung gehen oder in der Zeit lieber zu Hause lernen?
Die Vorlesung ist die Seele des Studiums. Und nette Leute sind auch da.
Unsere Statistik sagt: gute und sehr gute Ergebnisse sind mit der Vorlesung sehr viel leichter möglich. Das ist nicht überraschend. Die Vorlesung gibt den Roten Faden vor, der durch den Lehrstoff des gesamten Moduls führt. Sie vermittelt durch den Rückgriff auf Gehörtes und präzisierende Beispiele den Überblick über die Thematik. Sie stellt die Zusammenhänge her. Ausschließlich die Vorlesung schafft die Brücke von einer Sammlung theoretischer Fragmente zur ganzheit-lichen Praxis. Zusammen mit dem Gegenstandskatalog des Instituts für Sportmedizin sind 100% richtiger Antworten erreichbar.
Und zudem: die Vorlesung spart sehr viel Zeit. Alternativ müssen, mit geringem Erfolg, Informationen bei Vorlesungsteilnehmern eingeholt werden. Die Vorlesung ist zudem der erste und vielleicht wichtigste Schritt des Lernprozesses, in dem man sich in hoher Konzentration mit dem Stoff beschäftigt. Die Vorlesung ist und bleibt Kern der unversitären Lehre und ist durch nichts ersetzbar.
Tips für effizientes Lernen
Wissen macht Spaß
Die heranrückende Prüfung fordert oft einen ungewöhnlichen Mehreinsatz. Um Prüfungsdruck auszuschalten und hohe Lerneffizienz zu sichern, können folgende Punkte hilfreich sein.
Allgemeine Lernhilfen:
- Lernstoff muß das Gehirn auf mehreren Wegen erreichen, damit deutliche Verstärkerfaktoren erzeugt werden. Die typischen Lernformen sind Lesen, Sprechen, Schreiben/Zeichnen. Lernphysiologisch bewirkt zeitgleiches Auftreten mehrerer dieser Reize eine deutliche Steigerung der Merkleistung. Daher unbedingt laut lernen und wichtige Inhalte zugleich immer wieder aufschreiben oder zeichnen; komplexe Inhalte in kleinen selbst-konstruierten Grafiken festhalten; reinen Lernstoff wie in einem Vokabelheft aufschreiben und von beiden Seiten laut auswendig lernen, dies dabei mit möglichst vielen weiteren adäquaten Verstärkern unterlegen (z.B. in der Anatomie die muskelspezifischen Bewegungen an sich selbst üben, auf Muskelursprünge und Ansätze drücken usw.)
- Fremdreize haben massiven Auslöschcharakter. Störeffekte wie Musik, Fernsehen, Internet sollten ohne jeden Kompromiss vermieden werden. Besonders akustische Störungen (mitlaufender Fernseher,
Radio) sind absolute "Lernkiller" . Sie vervielfachen den Lernaufwand und reduzieren die Merkdauer drastisch.
- Pausen sichern schnelle Regeneration. Lernphasen sollten niemals mehr als 60 - 75 min betragen und durch aktive Pausen von ca. 15 min (kurzer Kraftsport, Gymnastik, Gespräche) unterbrochen werden.
- Photographieren Sie nicht in der Vorlesung. Der Stoff gehört ins Hirn, nicht auf die Platte. Die aktive Teilnahme an der Vorlesung ist einer der wichtigsten lernphysiologischen Schritte,
engagierte Mitschrift in hoher Konzentration legt die Basis für eine erfolgreiche Prüfung.
- Repetitio est mater studiorum (Grundlage des Lernens ist die Wieder-holung). Schon den Römern war dies klar und es gilt unverändert. Grundsätzlich den Stoff vom Vortag noch einmal am nächsten
Vormittag überlesen, sonst ist er raus aus dem Hirn. Da war´s dann alles umsonst.
Auch Lernen muß man erst lernen. Halten Sie sich an die Tipps und geben Sie sich etwas Anpassungszeit.
Der Gegenstandskatalog des Instituts für Sportmedizin - ein besonderer Service für unsere Studierenden
Der Gegenstandskatalog wird laufend ergänzt und repräsentiert letztlich jeweils das gesamte Fach.
Vorlesungsfreie Zeiten eignen sich optimal für das Selbststudium.
Wintersemester 2011/2012
Start again!
Modul 08-001-002
Gegenstandskatalog Anatomie (vorläufig, Erweiterungen folgen)
Gegenstandskatalog Physiologie (vorläufig, Erweiterungen folgen)
Literatur:
Silbernagel Despopulous
Schmidt Thews
Gegenstandskatalog Teil 3
Vorlesungsthemen Sommersemester 2011
Gegenstandskatalog Modul 08-001-0020 und -0031
Modul 40 - Informationen zu verschiedenen Themen/Literatur
Hypertonie
- Therapie der Hypertonie Deutsche Hochdruckliga
- Leitlinien Hypertonie Schweiz
- Leitliniengerechte Therapie Vortrag Heiderfazel
KHK
- Leitlinien KHK Deutsche Bundesärztekammer
UNIVERSITÄT LEIPZIG SPORTMEDIZIN