Elektromyostimulation - Kraft und Leistungsfähigkeit

Training soll neue Zellstrukturen im Körper aufbauen. Trainingsziele sind Kraftzuwachs, Schnelligkeit, Ausdauer.

 

Alle Trainingsziele haben eines gemeinsam: Der Körper benötigt "überschwellige" Impulse, damit er seine Struktur verändert. Betroffen sind besonders Kraft/Intensität, Wiederholungsfrequenz und Häufigkeit der Trainingsbelastungen.

 

Training ist also immer mit Bemühen, Selbstüberwindung und manchmal auch Schmerzen verbunden. Bleibt das Training jedoch unterschwellig, also unterhalb einer Reizgrenze, auf die der Körper mit Anpassung reagiert, läßt sich im besten Fall der bestehende Zustand erhalten.

 

Fällt überschwelliges Training schon Sportlern schwer, gilt dies für gänzlich untrainierte Menschen, Übergewichtige oder Patienten mit eingeschränkter Belastbarkeit umso mehr.

 

Ein Training ganz ohne Belastung ist sicher nicht vorstellbar. Doch wäre es schon eine große Hilfe, wenn durch äußere Hilfsmittel die besondere Anstrengung überschwelliger Belastungen in ihren 3 Komponenten Intensität, Dauer und Häufigkeit reduziert werden könnten.

 

Grundsätzlich sind hier 2 Wege denkbar:

  1. Die Impulsgebung für Muskel- und Kreislaufbelastungen wird durch ein Hilfsmittel übernommen. Dies kann die Elektromyostimulation sein. Nicht das Gehirn muß über Nervenbahnen die immer neu mühsamen "Befehle" zur Belastung geben, sondern ein elektrisches Gerät gibt dem Muskel diesen Impuls. Er muß dann nur durch begleitende Bewegungen unterstützt werden. Die Elektromyostimulation / EMS kann dies leisten.
  2. Nutzung einer besonders effizienten Trainingsform: Je nach Gelenkstellung können Muskeln sehr unterschiedliche Kräfte entwickeln. Ein Gerät, das nicht, wie z.B. ein Seilzug oder eine Beinpresse, mit konstanter Kraft entgegenwirkt, sondern für jede Gelenkpositition exakt die maximal mögliche Gegenkraft elektronisch aufbaut, ist sehr viel effizienter und zugleich schonender. Ein solches Training wird durch die Isokinetik ermöglicht.

Grundsätzlich profitiert man in Leistungssport, Prävention und Rehabilitation immer von einem EMS- und Isokinetiktraining. Die Kombination erscheint dabei als ideale Form des hocheffizienten und zugleich schonenden Trainings. Wir nennen diese Form ISO-EMS Training.

 

Diese Trainingsform ist ausschließlich im Bereich des Instituts für Sportmedizin der Universität Leipzig möglich.

 

 

Warum wird nicht immer mit EMS und Isokinetik, am besten in Kombination, trainert.

 

Beide Trainingsformen sind in der Anschaffung sehr teuer und bei der Durchführung hoch personalaufwendig. Sowohl EMS wie auch Isokinetik können nur in permanenter Assistenz einer qualifizierten und für diese Geräte speziell ausgebildeten Person mit besonderer Erfahrung angewandt werden. Dem sicher optimalen Effekt steht ein hoher Kostenaufwand gegenüber.

 

 

Wann lohnt sich ISO - EMS Training?

 

  • Immer dann, wenn in kurzer Zeit optimale Ergebnisse erzielt werden sollen, besonders im Leistungs- und engagierten Freizeitsport.

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  • Wenn Beruf und Familie nur einen begrenzten Spielraum lassen, aber doch ein effizientes Ganzkörpertraining begonnen oder aufrecht erhalten werden soll.

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  • Bei stark und stärkst eingeschränkter Belastbarkeit: Patienten mit schwerer koronarer Herzerkrankung / KHK, Herzinsuffizienz (nicht Schrittmacherpatienten), schwerer COPD, starkem Übergewicht, Diabetes, Schlaganfall, multiple Sklerose (Fach- und sportärztliche Einzelfalldiagnostik und sportärztliche Begleitung jeweils erforderlich).

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EMS + Isokinetik - optimaler Effekt, geringster Zeitaufwand