Leistungen der Sportmedizinischen Universitätsambulanz

Die Klinische Sportmedizin befaßt sich fachübergreifend mit Fragen der Belastbarkeit und der Belastungseffekte bei verschiedenen Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen.

 

Die Leistungen sind komplementär zu den spezifischen fachärztlichen Bereichen und ergänzen diese um den Belastungsaspekt in Diagnostik und Therapie. Bei weitergehendem insbesondere stationärem Diagnostik- und Therapiebedarf erfolgt nach Rücksprache mit dem/der Überweiser/in die Weiterleitung in das Uni-Klinikum.

 

Das Leben eines jeden Menschen ist durch Bewegung, Beweglichkeit und Belastbarkeit charakterisiert. Belastungseinschränkende Faktoren, besonders reduzierte Leistungsfähigkeit des Herzens, eine deutlich einegeschränkte Lungenfunktion und Belastungsschmerzen, beeinflussen in entscheidender Weise die Lebensqualität. Dies betrifft besonders auch Kinder.

 

Exemplarisch für Überweisungsindikationen sind einige charakteristische Diagnose- und Therapiekomplexe angegeben. Patienten mit diesen oder ähnlichen Fragestellungen können durch ihre behandelnden Haus- oder Fachärzte in die Sportmedizinische Ambulanz überwiesen werden.

 

 

Information für Kolleginnen und Kollegen: Überweisungsscheine werden ausgestellt an:  "Uni Leipzig Sportmedizin"

 

Beispielhafte Diagnose- und Therpiekomplexe:

  • Belastungs-EKG bei Koronarer Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, nach Herz- und Herz-Lungentransplantationen, ggf. verbunden mit Ruhe- und Belastungsmessung des Herzzeitvolumens. Ergänzend zur allgemeinen Belastungsdiagnostik gibt der Befund quantitative Hinweise zur aktuellen Alltagsbelastbarkeit, der Registrierung der Belastungsintensität durch den Patienten, Ausschluß von Überbelastungen, quantitative Dosierung der Belastung als komplementäre Therapiemaßnahme
  • Durchführung von Belastungs-EKGs unter besonderen klinisch erforderlichen Bedingungen, z.B. Laufband, Handkurbel, freies Gehen, Treppensteigen incl. Bestimmung des Energieumsatzes zur Quantifizierung der Belastung und klinischen Einordnung der Belastungsreaktion
  • Ergometrische Stressechokardiographie
  • Maximales oder symptomlimitiertes Herzzeitvolumen
  • Belastungsinduzierte Rhythmusstörungen (Spezifische Belastungstests und/oder spezifisches Langzeit-EKG als Vektor-, 12-Kanal- oder Wochen-EKG)
  • Hypoxiediagnostik zur Abklärung von Hypoxieeffekten auf Herzleistung und Rhythmusgenese
  • Belastungs-EKG zur Quantifizierung der zur Auslösung von Belastungsasthma verantwortlichen Belastungsintensität und -form
  • Komplementäre Diagnostik belastungsrelevanter metabolischer und hormoneller Störungen und Erkrankungen
  • Isokintische, isotonische und isometrische Kraftmessung in allen Gelenken incl. WS zur Quantifizierung schmerz- und muskulär bedingter Defizite bei Muskel-, Gelenk- und WS-Erkrankungen
  • Bestimmung der funktionellen Gelenkeigenschaften bes. bei rheumatischen Erkrankungen
  • Ganganalyse, auch therapiebegleitend, zur Quantifizierung funktioneller Defizite bes. bei Gonarthrosen und Coxarthrose, auch für gutachterliche Zwecke
  • Diagnostik und Therapie von akuten und chronischen Sportschäden und -verletzungen, ggf in Kooperation mit der Unfallchirurgie des Klinikums
  • Diagnostik und Therapie von Sportverletzungen an Lippen, Zähnen und Mund
  • Diagnostik und Therapie von belastungsmedizinisch kritischen bakteriellen Streuherden im Mundraum (Parodontitis)

 

 

 

Gemeinsam mit den Haus- und Fachärzten.  Zur langfristigen Sicherung von Mobilität und Selbständigkeit unserer Patienten.

 

 

ULSP

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